Blogeintrag: Der Einfluss von Covid auf die digitale Kultur
Im Jahr 2020 ist viel passiert: Die Covid-19-Pandemie hat ihren bisherigen Höhepunkt erreicht und den
Umgang der Menschen mit digitalen Medien verändert. Auf viele persönliche Begegnungenmusste verzichtet
werden und der Kontakt bei der Arbeit und in der Freizeit verlagerte sich größtenteils auf soziale Netzwerke.
Gleichzeitig sind neue Medienformate entstanden: TikTok eroberte mehr und mehr den amerikanischen und
europäischen Markt, während die etablierten Netzwerke mit Funktionen wie Instagram Reels auf die neue
Konkurrenz reagierten. Die größten Herausforderungen für Unternehmen liegen aber nicht nur in den neuen
Formaten, sondern auch im Umgang mit sozialen Veränderungen und einem erstarkenden politischen
Bewusstsein junger User. Klar ist aber auch: Mit dem geschickten Einsatz von Social Media entstehen aus
den gestiegenen Anforderungen genauso viele Chancen. Damit Sie Ihre Möglichkeiten rechtzeitig erkennen,
untersuchen wir, welche Trends sich derzeit entwickeln: Wie wird die Social-Media-Landschaft in einigen
Monaten aussehen? Welche Werte sind der nachwachsenden Generation wichtig? Und wie können Sie das alles für Ihre Markenkommunikation nutzen?
1. Ein neuer Wertekanon: Die „4 C’s“ des Covid-19-Contents
Covid-19 wird das Leben der Menschen und die Medienlandschaft noch mindestens in das Jahr 2021 hinein beeinflussen. Marken müssen ihre Kommunikation dementsprechend anpassen. Neu ist ein daraus entstandenes Modell mit den „4 C’s“ des Contents. Sie lauten:
Community (Gemeinschaft)
Contactless (Kontaktlos)
Cleanliness (Hygiene/Sauberkeit)
Compassion (Mitgefühl)
Diese Werte werden sowohl in der Art und Weise des Marketings als auch in den Inhalten selbst gespiegelt.
Wer sich über diese vier Punkte Gedanken macht und sie in die Kommunikation einfließen lässt,
ist nicht nur ein guter Partner in einer schwierigen Situation, sondern profitiert auch vom Zeitgeist –viele Unternehmen haben das bereits erkannt.
2. Social Gaming: Markenerlebnisse durch Gamification schaffen
Nicht nur das Verkaufsgespräch fiel 2020 immer häufiger weg. Auch viele Events, in denen eine Marke den Menschen persönlich begegnen konnte, mussten abgesagt werden. Wie schaffen Unternehmen also den Rahmen für neue Erlebnisse, die die Markenbotschaft transportieren? Eine Antwort, die das neue Jahr
geben dürfte, ist Gamification. Nicht zuletzt, weil die Community deutlich gewachsen ist, dürfte das Marketing die Szene immer ernster nehmen. So ist die Anzahl der Personen, die sich als Gamer bezeichnen, von
31,1 Mio. im August 2019 auf 41,2 Mio. im Juli 2020 gestiegen. Auch Unternehmen außerhalb der Gaming-Branche entdecken Spiele für sich. Dann sind kreative Wege gefragt: Die Pizzakette Papa John’s feierte
beispielsweise im Vereinigten Königreich damit Erfolge, an Premier-League-Spieltagen das Tippspiel „Score Twice Half Price“ auszurufen. Wer auf ein Team tippte, das zwei Tore schießen würde, und damit richtig
lag, bekam einen Gutschein.
3. Transparenz und Verantwortung punkten zwischen Fake News und Verschwörungstheorien
Das Jahr 2020 ist leider auch eines der Verschwörungstheorien und Falschinformationen im Netz. Zum Glück kennen die meisten Nutzer aber immer noch das einzige Gegenmittel, das hier hilft: Information und Aufklärung. Social-Media-Nutzer wissen einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit
Informationen zu schätzen. Eines von vielen Beispielen liefert Twitter: Nachdem Donald Trump Falschinformationen zu Covid-19 veröffentlichte, löschte Twitter den Post einfach und erntete daraufhin
(von den allermeisten Seiten) Zustimmung und Beifall. Unternehmen, die diese Werte teilen und sich das
auch auf die Fahne schreiben, punkten heutzutage. Es wird zunehmend wichtiger werden, Inhalte sowie
Influencer nach Authentizität, Transparenz und Verantwortlichkeit auszusuchen. Gleichzeitig müssen diese Grundsätze natürlich auch in der Unternehmenskultur gelebt werden.